Die Quintas von Madeira

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Die Quintas von Madeira

Als „ Quintas“ wurden hier auf der Insel urspruenglich grosse landwirtschaftlich genutzte Flaechen benannt. Auf diesen haben sich neben dem Haupthaus genannt „ Solar“ auch die Haeuser der Paechter und Bediensteten befunden.

Das Wort Quinta kommt vom quinta parte (fuenftel),dem Anteil der Ernte, das in damaligen Zeiten  den Grossgrundbesitzern zugestanden ist.

Diese Landsitze waren im 15/16 Jahrhundert meist von Zuckerrohrfeldern und spaeter auch von Weinbergen umgeben . Ihre meist adeligen Besitzer hielten sich die meiste Zeit in ihren Stadthaeusern in Funchal auf-nur in den  Sommermonaten wurden diese Haeuser als Feriendomizile genutzt. Fast alle diese Wohnsitze verfuegen ueber eine kleine Kapelle in der die Sonntagsmesse fuer die Familie gelesen wurde.Buchtipp

Im 18/19 Jahrhundert , als sich viele englische Weinhaendlern auf der Insel niederliessen erbauten diese solche Landsitze vor allem in hoeheren Lagen wie Camacha, Santo da Serra und  Monte, um den schwuelen Sommern in der Hauptstadt zu entfliehen.Nicht mehr die Landwirtschaft, sondern der Garten stand im Vordergrund-und die Besitzer ueberfluegelten sich gegenseitig in der Wahl ihrer Pflanzen. Viele dieser Herrenhaueser verfuegen ueber exotische Gaerten in denen sich Pflanzen aus der ganzen Welt befinden. link

Eine der ersten Urlauberinnen auf Madeira, die Kaiserin Elisabeth  „Sisi“ von Oesterreich verbrachte ihren Aufenthalt in einer solchen Quinta und auch der letzte oesterreichische Kaiser starb in einer Quinta in Monte. Im 20. Jahrhundert entstand dann der sogenannte Landhaus Tourismus und viele dieser Haeuser wurden an reiche Langzeiturlauber vermietet und sind heute beliebte Ferienunterkuenfte..

Heute stehen viele der einstigen Quintas leer,denn die damaligen Besitzer konnten sich durch die veraenderten Wirtschaftsverhaeltnisse den Unterhalt dieser Landsitze oft nicht mehr leisten. Viele Eigentuemer haben in der Zeit der Krise die Insel verlassen und heute sind oft  die Besitzverhaeltnisse nur schwer zu klaeren, denn die Erben sind nicht selten auf verschiedene Kontinente zerstreut.

Viele dieser alten Landsitze benoetigen einiges an Restaurierungsarbeiten-die Haupthaeuser verfuegen meist zwar ueber grosszuegige Wohnflaechen aber oft nur ueber ein Badezimmer. Heute werden viele dieser alten Herrenhaeuser als Gaestehaeuser oder Landhotels genutzt und sind  daher auch als Investionsobjekte interessant. Mit dem Erwerb einer Quinta kauft man sich nicht einfach nur einen Wohnsitz, sondern einen Teil der Geschichte Madeiras und das einzigartige Gefuehl alter aristokratischer Wohnkultur.

Lesen sie, wie dieses Paar ihr haus auf Madeira gebaut haben.

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